Whitehorse und Teslin River

Whitehorse erreicht man nach knapp 9h Flug direkt von Frankfurt. Die Flugzeit wird von der Zeitzone ausgeglichen. Sehr praktisch, brauchts aber eigentlich nicht, da es sowieso nicht dunkel wird. 

In Whitehorse findet ein Kulturfestival statt, besonders interessant sind die traditionellen Kanus und natürlich die Erklärung dirch die Erbauer. 


Am Dienstag, dem 4.7. geht es nach einem ausgiebigen Einkauf an Johnsons Crossing auf den Teslin River. 6 Grad und leichter Nieselregen. 


Die ersten Tage heissts Durchkämpfen, der Fluss hat noch keine richtige Strömung, der obligatorische Gegenwind und das Wetter helfen auch nicht unbedingt. 


Manchmal passts aber auch und man lässt sich treiben und genießt die Stille, die Landschaft und das Leben im Allgemeinen. 



Meist holt mich allerdings das Wetter ein, 2 Tage nagelt mich der Regen im Camp „Mansons Landing“ fest, keine Lust in strömendem Regen zu Paddeln. 


Leicht durchnässt gehts weiter, die Strömung reicht mittlerweile aus, sich größtenteils treiben zu lassen und unterwegs die vom Gewitter der letzten Nacht durchnässten Sachen trocknen zu lassen. 


Von Beginn der Tour versuche ich mich im Fischfang, ohne Erfolg. Am Zusammenfluss von Teslin und Yokon dann der ersehnte Erfolg. Eine Polaräsche. 


In Alufolie gegrillt ein Genuß. 


Die Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke sind die Überbleibsel des Goldrausches von 1889 und die daraus resultierenden Stationen der Dampfschiffe „Sternwheelers“. 100 Mile Landing, Mansons Landing, Hootalinqua, Big Salmon Village heissen die Orte, die heute aus ein paar verfallene Hütten bestehen. 


Den Plan, bis nach Carmacs zu fahren, gebe ich kurz hinter Little Salmon Village am Yukon auf. Hier bietet sich überraschend die Möglichkeit, mit ein paar Kanuten, die ihre Boote vom gleichen Vermieter wie ich haben, am Folgetag abgeholt zu werden. 

10 Tage Ruhe, Einsamkeit und Natur pur enden und ich bekomme das Lachen die ganze Fahrt zurück nach Whitehorse nicht aus dem Gesicht. 

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Ein Gedanke zu “Whitehorse und Teslin River

  1. Grüße aus einem verregneten Bayern. Geht dir und mittlerweile auch Anja offensichtlich saugut. Weiter so. Tolle Fotos, nehme evtl ein paar mit zum Stammtisch. J u I

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